Fedora Magazine – Vorfreude auf ein aufregendes Jahr 2023

Übersetzung des Artikels „Getting ready for an exciting 2023“ vom 23.12.2022, ursprünglich geschrieben von Mathew Miller – CC BY-SA 4.0-Lizenz

Das Foto ist von Joanna Kosinska bei Unsplash

[Dieser Text kommt direkt vom Schreibtisch des Fedora-Projektleiters Matthew Miller.]

Diese „Liebesbriefe an die Community“ erschienen das erste Mal 2020, und es ging darum, in eine sehr dunkle Zeit ein wenig Licht zu bringen. Das betraf auch mich persönlich, und diese Art Texte sollte uns alle daran erinnern, dass großartige Menschen innerhalb des Fedora-Projektes großartige Arbeit leisteten. Inzwischen versuchen wir nicht mehr nur durch eine schwere Zeit zu kommen. Wir schauen auf eine spannende Ära in Fedoras Zukunft.

Die 2022 geleistete Arbeit legt eine tolle Basis, um unsere gemeinsame Zukunft weiter aufzubauen. Ich meine nicht nur die Veröffentlichungen von Fedora Linux 36 und 37, obwohl wir auf sie stolz sein können. Es gibt ein kontinuierliches Gefühl von Begeisterung in der Gemeinschaft; unser Projekt wächst und bringt uns neue Energie.

In diesem Jahr wuchs die virtuelle Veranstaltung Nest With Fedora erneut, obwohl viele Menschen inzwischen der virtuellen Veranstaltungen müde sind. Wir stellten Hatch vor, regionale, analoge Veranstaltungen, zu denen man sich mit anderen Menschen in Person treffen konnte. Wenn ich die Zusammenfassungen und Erinerungen anderer Leute lese, wünsche ich mir, ich hätte zu allen Veranstaltungen hinfahren können. Es war aber schön, zumindest mit einigen von euch in Rochester Zeit verbringen zu können. Ich habe den persönlichen Austausch wirklich, wirklich vermisst. Virtuelle Veranstaltungen helfen zwar dabei, unsere weltweite Gemeinschaft zusammenzuhalten (und bringen neue Menschen zu uns, die uns ansonsten nie gefunden hätten) – sie sind jedoch kein Ersatz für analoge Treffen, wo wir uns von Angesicht zu Angesicht gegenübersitzen.

Es sind nicht nur die wenigen Tage während solchen Veranstaltungen, die mich begeistern. Wenn ich mich im Fedora-Projekt umschaue, sehe ich viel passieren. Die Teams vom Fedora CoreOS und der Fedora Cloud-Version entwickelten ihre Projekte so weit, dass sie den Status einer „Edition“ erhielten. Außerdem schlossen wir die Umgestaltung unseres Projektes zum Community-Engagement ab, die 2020 begonnen hatte. Das Dokumentations-Team ist aktiver denn je und hat der Website eine Suchleiste hinzugefügt! Eine komplette Neugestaltung unserer Websites ist außerdem in Arbeit. Und das Marketing-Team sucht nach neuen Möglichkeiten, Fedora nach außen bekannt zu machen, das schließt die Präsenz im Fediversum ein. Wir sind inzwischen fast so weit, die Projekte Ask Fedora und Fedora Discussion zu verschmelzen, um weitere unserer Gespräche zusammenzubringen.

Für ein einziges Jahr sind das tolle Ergebnisse. Das Beste daran ist, wie organisch unsere Arbeit funktioniert: Die Ergebnisse wurden durch Menschen in der Gemeinschaft ermöglicht, die sagten: „Ich sehe hier zu erledigende Arbeit, ich mache das!“ – nicht durch Anforderungen aus einer „oberen Etage“ (so funktioniert Fedora nicht). Fedora besteht aus uns.

Es wird 2023 noch so viel mehr zu feiern geben. Wir arbeiten noch an den Details, aber wir erwarten weitere analoge Treffen, inklusive finanziell geförderter Hackfests und die Rückkehr von Flock to Fedora! Und natürlich feiern wir 2023 den zwanzigsten Geburtstag unseres Projekts. Die Welt – und die Technologie, die sie antreibt – hat sich seitdem sehr verändert. Unsere Werte sind jedoch gleich geblieben: Die Fedora-Gemeinschaft ist inklusiv, freundlich und weltoffen. Ich bin stolz, ein Teil davon zu sein.

Frohes neues Jahr euch allen!

 CC-BY-NC für die Textinhalte: Thorsten Panknin, 2023. Technisch ermöglicht durch Typemill.