ShadowDark – The Black Wyrm of Brandonsford

Dies ist der erste Artikel der _ShadowDark-Reihe und enthält Spoiler zum oldschooligen Rollenspiel-Modul The Black Wyrm of Brandonsford._

Neulich wusste ich am Morgen noch nicht, dass ich abends mit drei coolen Typen von Mastodon ShadowDark spielen würde. Es ging alles sehr schnell. Vorgefertigte Figur ausgewählt: Ralina Biggins, die siebzehnjährige Halbling-Diebin, mich mit Ambientemusik eingestimmt und mir ein paar Eigentümlichkeiten für Ralina überlegt.

Auf geht's!

Abends trafen wir uns in BigBlueButton und es ging schnell los. Die zwei anderen Spieler hatten sich einen Zwergenkämpfer und einen chaotischen Halbork-Priester ausgesucht. Der Spielleiter beschrieb uns die Situation im Dorf Brandonsford, das bzw. dessen Umgebung von einem schwarzen Lindwurm heimgesucht sein sollte, und wir fanden uns in einer Schänke wieder, in der uns der super nervige und schleimige Wirt zur Annahme einer Aufgabe verleiten wollte. Nun, er hatte Erfolg. Nicht zuletzt, weil er uns ingesamt 100 Goldstücke versprach. Der Wirt erzählte uns, dass jemand regelmäßg seinen besten Alkohol aus dem Keller stehle und er den Konkurrenzwirt in Verdacht habe.

Bevor Ralina sich in die Dunkelheit des Schänkenkellers begab, wippte sie vor Nervosität noch auf den Fußballen und flüsterte „3 … 2 … 1!“ – dann eilte sie flugs die gewundene Treppe hinunter. Wir machten uns also in den Keller auf, wo das häufig geleerte Fass stehen sollte und legten uns auf die Lauer, ob jemand durch die Kohlenschütte reingeschlichen kommen würde. Ralina versteckte sich in der Nähe des Fasses und als eine unsichtbare Kreatur leise singend in den Keller eindrang und sich am Schnaps gütlich tun wollte, trat Ralina hervor und rief ihre Kameraden mit dem zuvor nicht vereinbarten Signal auf den Plan: „Guten Abend.“

Wir machten die Kreatur mithilfe von Mehl teilweise sichtbar und brachten sie schließlich zu Fall. Ralina saß mit übergeschlagenen Beinen auf der Kreatur, während sie befragt wurde. Das Wesen hieß Naganin und war ein:e Clurichaun. Schließlich erzählte uns Naganin auf Nachfrage etwas über den Lindwurm der Umgebung und unser Zwerg hatte die großartige Idee für einen Handel: Unser Priester verhandelte, dass die Kreatur dafür sorgen würde, dass der Schnapps nicht mehr unerlaubt behelligt würde, dafür sollte es regelmäßig etwas davon legal erhalten. Nachdem sich Naganin erst ziemlich weinerlich verhalten hatte, veränderten sich die Haltung und Ausstrahlung und uns wurde bewusst, dass wir es durchaus mit einem Raubtier zu tun gehabt hatten, das in größerer Zahl zu einem ernsthaften Problem hätte werden können. Wir ließen Naganin dennoch gehen, wir hatten eine Abmachung. Der Wirt war etwas konsterniert, dass nicht der Konkurrenzwirt der Täter war, zeigte sich aber dennoch erfreut und zahlte uns die versprochene Belohnung. In Bälde würden wir uns dem Schwarzen Lindwurm zuwenden … oder einer der anderen, vielen Möglichkeiten in diesem sandboxigen Modul.

Fazit bzw. Zwischenstand

Das hat richtig Spaß gemacht! Die Chemie in der Runde war super, die Spielleitung kreativ, wohlwollend und sehr begeisterungsfähig. Und am Ende wurde ich gefragt, ob ich den Signal-Messenger habe, weil dann könne man sich da besser besprechen, ob man weiterspielen wolle. Und es geht kommende Woche tatsächlich weiter. Ich freue mich.

Den zweiten Artikel der Reihe gibt es unter ShadowDark – The Black Wyrm of Brandonsford: Rotzfrech und mehr Glück als Verstand


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Veröffentlicht von

Thorsten

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Rollenspieler aus Kiel