Es steht mal wieder Rollenspiel an! Diesmal wird es oldschoolig.

Alex Schroeder hat in seinem Blog und bei Mastodon Werbung für seinen oldschooligen Online-Rollenspiel-Pool gemacht und ich fand das so interessant, dass ich Kontakt aufgenommen habe. Im August spiele ich, wenn alles klapprt, mal mit. Spannend.

Wie diese Poolgruppe funktioniert, hat Alex in seinem Wiki niedergeschrieben. Kurzgefasst gibt es beispielsweise montags eine Fantasy-Sandbox mit verschiedenen Gebieten, in denen verschiedene Spielleitungen (SL) Spielrunden mit dem oldschooligen Regelwerk Hellebarden & Helme (PDF) anbieten. Der Clou: Durch das Prinzip des „offenen Tisches“ können Leute so kurz oder so lange dabeibleiben, wie sie möchten, und auch das Gebiet bzw. die Spielrunde wechseln. Es gibt eine Liste von Charakteren, aus der ausgewählt wird.

#Was reizt mich am Konzept? Ziemlich viel.

Ich spiele normalerweise keine oldschooligen Rollenspiele, kann den Reiz daran aber durchaus verstehen. Es gibt sehr einfache und wenige Regeln, viel Freiheit, nostalgische Gefühle wie bei D&D 1 und wenn du würfelst, kann es schon zu spät sein. Das ist die eine Seite, die andere ist der Modus, nach dem gespielt wird: Der offene Tisch ist toll, um verschiedene Spielleitungsstile und Gebiete auszuprobieren. Zusätzlich macht es nichts, wenn mal jemand ausfällt, es kann eh zu Wechseln kommen. Ein weiterer Aspekt, der mich anfläscht, ist die begrenzte Anzahl der Spielenden. Es wird normalerweise mit maximal 3 Teilnehmenden plus SL gespielt und das ist für mich die ideale Zusammensetzung. Ich mochte größere Gruppen noch nie, das teilweise Warten hat mich immer genervt, gerade bei 5 Spielenden plus SL.

Was ich besonders cool finde, ist die Tatsache, dass pro Abend nur etwa zwei Stunden lang gespielt wird. Ich habe oft einfach keine Energie, abends unter der Woche, nach einem Arbeitstag, noch vier+ Stunden zu spielen – zwei Stunden sind kurz, knackig und wir um 22 Uhr fertig. Unter diesen Umständen kann ich mir auch vorstellen, manchmal mehrfach die Woche zu spielen, da es sehr unkompliziert ist.

Wie sich hier andeutet, sind die Voraussetzungen gut und ich hab Lust, das mal auszuprobieren. Die Leute auf dem Discord-Server sind sehr nett und hilfsbereit, dort werden die Runden koordiniert. Alex und seine Leute dort suchen weitere Interessierte für den Online-Rollenspiel-Pool, schaut doch mal rein. Ich glaube, das könnte echt cool werden.

Ich kann Alexens Plattform Campaign Wiki übrigens empfehlen: Dort ist es möglich, kostenlos Informationen zu eigenen Rollenspielen zu dokumentieren – ich hab da auch noch mein Wiki zur AlphaOmega-Runde in Kiel von vor einigen Jahren liegen.

 CC-BY-NC für die Textinhalte: Thorsten Panknin, 2023. Technisch ermöglicht durch Typemill.